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Honorar oder Provision? Stimmen Sie ab!
Keine Frage, zeitaufwändige Beratung, insbesondere im Bereich (Alters-)Vorsorge muss honoriert werden! Fragt sich nur, wie?
Seit einiger Zeit rückt neben klassischen Provisionsmodellen eine andere Vergütungsform verstärkt in den Fokus unserer Branche, der Medien und der Öffentlichkeit: Die Honorarberatung.
Gerade vor dem Hintergrund der Finanzmarktkrise hat sich im Kundenverständnis einiges getan. Laut einer aktuellen Umfrage der Unternehmensberatung MC4MS zufolge besteht bei über 70 Prozent der Befragten eine grundsätzliche Bereitschaft, sich gegen Honorar beraten zu lassen. Dieser Anteil steigt nochmals, wenn der Wegfall der Vertriebsprovision deutlich im Beratungsgespräch kommuniziert wird. Wird zudem eine höhere Rendite durch Kostenoptimierung und Qualitätsberatung aufgezeigt, steigt die Bereitschaft auf insgesamt 90 Prozent der Befragten, sich gegen Honorar beraten zu lassen.
Neben all den Kundenwünschen gibt es sicherlich auch Einwände. Dennoch, was Kunden wünschen – daran kommt in der Regel auch ein Berater nicht vorbei. Uns interessiert deshalb: Ist das Thema Honorarberatung für Sie (schon) relevant?
Stimmen Sie ab – und sehen Sie unmittelbar darauf das aktuelle Stimmungsbarometer.
Autor: Anke Seeger, WebOffice Redaktion
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Stichworte:
Abstimmung, Honorar, Honorarberatung, Provision, Stimmungsbarometer, Umfrage, Vergütung, Vergütungsmodelle
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Januar 28th, 2010 at 12:57
bei einem deutlichen Schwerpunkt im Privatkunden – Geschäft ist eine Honorarberatung nach heutigem Kenntnisstand kaum oder nur vereinzelt durchsetzbar. Die Verhältnismäßigkeit ist oftmals nicht gewahrt, der Kunde mit PHV, Hausrat und / oder Wohngebäude, weil mehr finanziell nicht machbar ist, würde sichrlich benachteiligt sein. Erwarte gerne gegenläufige Meinungen.
Januar 28th, 2010 at 21:28
Hallo Herr Kircher,
bin Ihrer Meinung, da im Zeitalter des Internet man heute jedwede Information kostenlos bekommt u. die künftigen Kunden dieses Medium mehr u. mehr nutzen werden. Es käme wohl z.B. beim Autokauf keiner auf die Idee für die Beratung ein Honorar zu verlangen. Wie immer im Leben müßte man in unserer Branche wohl auch einen Mittelweg finden, der aus Honorar u. Provision besteht – ansonsten wäre ja unsere Vermittlertätigkeit für die VU kostenlos !?
Februar 2nd, 2010 at 18:21
Die Bedeutung von Honoraren wird in den nächsten Jahren deutlich zunehmen und Kunden sind heute immer häufiger bereit ein Honorar zu zahlen. Dies schließe ich aus vielen Gesprächen mit Kollegen und Kunden.
Der Aufwand für die Beratung und die Dokumentation ist deutlich gestiegen. Zudem haben junge Kunden und Existenzgründer einen großen Beratungsbedarf, jedoch nicht immer die finanziellen Mittel für eine gute Absicherung. Wer auf gute Beratung und Dienstleistungen Wert legt, wird in Zukunft auch öfter ein Honorar bezahlen müssen.
Vermutlich läßt sich für die nächsten Jahre auf Vertriebsprovisionen nicht komplett verzichten, denn ein entsprechendes Honorar ist oft nur für vermögendere Kunden bezahlbar. Doch unsere Dokumentationspflichten, die Haftung und die langfristige Betreuung müssen auch weiterhin entsprechend entlohnt werden.
Februar 3rd, 2010 at 15:27
Wer heute für die Honorberatung ist, wird zum Totengräber der LV-Courtage, sowohl für Abschluß als auch für die laufende Courtage. Kein Kunde ist bereit, 4% und mehr aus dem Anlagebetrag in 30,40 Jahren zu bezahlen. Wie sollte eine stundenweise Beratung für den Kunden von den Kosten überschaubar sein? Zwei Stunden bei einem unqualifizierten Plauderer bringen auch nichts, wieviel soll der verlangen dürfen? Wie geht es den meisten Immobilienmaklern? Nach Möglichkeit sucht doch jeder, die Maklercourtage zu umgehen. Wir beraten heute auch oft stundenlang Interessenten. Außer Dank für die gute Beratung bleibt oft nichts. Das wird sich nicht ändern. Rechnungen für Mandanten schreiben, die dann spät oder gar nicht zahlen. Womöglich auch noch Mehrwertsteuerpflicht Nein danke.
Februar 5th, 2010 at 15:29
Ich denke, dass sich mittelfristig beide Vergütungssysteme am Markt durchsetzen werden – die Honorarberatung bei Kunden, die sich davon einen Qualitäts- und langfristig auch finanziellen Vorteil versprechen und die Courtage-pflichtige Beratung bei Kunden, die für eine Beratung wie bisher nicht direkt, sondern lieber über die Prämie des Vertrages die Beratungsleistung bezahlen möchten.