Datum: 09/12/11

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Der Blick zum Nachbarn: Provisionsverbot für Britische Finanzvermittler ab 2013

Noch rund ein Jahr Schonfrist bzw. Zeit, den Übergang zu neuen Vergütungs- und Erwerbsstrukturen zu gestalten – dann wird es ernst in Großbritannien: Ab 2013 dürfen britische Finanz- und Versicherungsmakler für die Vermittlung von kapitalbildenden Produkten keine Provisionen mehr von Seiten der Produktanbieter annehmen.

Damit zieht die FSA (vergleichbar mit unserer BaFin) erst einmal einen fulminanten Schlussstrich unter eine Entwicklung, die sich dort in den vergangenen Jahren bereits andeutete. Und, mit diesem Schritt geht die Aufsichtsbehörde FSA sogar noch einen großen Schritt weiter als EU-übergreifend in den Vermittlerrichtlinien etc. gefordert wurde.

Zukünftig muss das jeweilige Beratungshonorar im Vorfeld zwischen Kunden und Makler vereinbart und eben komplett vom Kunden getragen werden. Dafür sollen die unabhängigen Vermittler selbständig Musterhonorare, Preislisten oder Tarife schaffen, die sie ausdrücklich vor Beginn der Beratung dem Kunden transparent präsentieren müssen.

Es bleibt abzuwarten, wie sich diese und andere Entwicklungen auf europäische Länder inklusive Deutschland auswirken und beispielsweise eine nach wie vor präsente Debatte um die Honorarberatung beeinflussen werden.

Sagen Sie uns gerne Ihre Meinung hierzu, einfach untenstehend als Kommentar.

Weitere Details finden Sie z.B. auf den Online-Seiten der Finanzwelt und im VersicherungsJournal.

Autor: Anke Seeger, WebOffice Redaktion

Kategorien:
Alle Themen, Blog-Posting, Markt & Branche, Sortiert nach Kategorien, Verkauf & Marketing

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3 Kommentare zu „Der Blick zum Nachbarn: Provisionsverbot für Britische Finanzvermittler ab 2013“

  1. Hans G. Stamm schreibt:

    Man kann über das Thema denken, wie man mag. Ich bin dafür, die Honorarberatung als Möglichkeit offen zu halten. Jedoch: Hierzulande kann bis heute jeder einen unabhängigen Berater aufsuchen, ohne dafür einen Kleinkredit aufnehmen zu müssen. Mit einem Verbot nach britischem Vorbild, befürchte ich die Bildung von zwei Klassen. Die einen können sich einen Finanzberater leisten, die anderen werden per “try´n error” ihre Finanzgeschäfte erledigen müssen, oder sich vertrauensvoll an Ausschließlichkeitsvertreter und angestellte Verkäufer – ggf am Bankschalter – wenden müssen. Was auch immer – Vertrieb bleibt spannend… :-)

  2. Gruschwitz,H.-J. schreibt:

    Ich frage mich als sog. “kleiner Makler” wie ich das überleben soll. Hier wird wieder einmal am grünen Tisch von Bürokraten entschieden und von Verbraucherschützern,die von Tuten und Blasen keine Ahnung haben. Fakten : Glauben Sie ernsthaft ,ein Angestellter oder Selbständiger mit durchschnittlichem Einkommen wird 1000,- bis 2000,– oder mehr Honorar zahlen für Altersvorsorgeberatung oder Beratung in privater KV ???? Es ist einfach eine Unverschämtheit von Seiten der Verantwortlichen, dass in der Versicherungs-und Finanzdienstleistungsbrance eine Transparenz gefordert wird, die in der sonstigen Wirtschaft in keiner Weise verfolgt wird. Oder weiss der Verbraucher, was ein Händler am Verkauf eines Autos verdient oder muss das wissen ? Nur weil ein paar Schweine die Finanzdienstleistungsbranche in Verruf gebracht haben, wird ein ganzer Berufszweig zerstört. Das ist unglaublich . Die Verantwortlichen wissen nicht, was Sie tun ? Vergleichen Sie die Angebote der Vers.Makler mit den Direktversicherungen : Sind diese wesentlich oder überhaupt besser ? Vergleichen Sie HUK mit anderen privaten KVs – ist HUK wesentlich preiswerter oder hat eine bessere Qualität. Diese neuen Regeln werden von Verbraucherschützern, Neid, Sozialsten und Idioten gemacht. Denn Sie wissen nicht, was Sie tun…

  3. W.G. Pohl schreibt:

    Mal wieder entscheiden am grünen Tisch jene Bürokraten, die sich eine Honorarberatung eh leisten könnten – ohne über die Folgen für “kleinere BERATER” nachzudenken. Wer sich einen HonorarBERATER leisten möchte, wählt sicher kein kleines, flackerndes Licht!
    Und den anderen bleibt nur der AusschließlichkeitsVERTRETER oder der BankschalterVERKÄUFER, über deren Motivation ich mein Schweigen hülle…

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