Datum: 19/03/12

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Teil 3 der Serie “Honorar oder Provision – das ist hier die Frage?!”

Abschließend präsentieren wir Ihnen nun ausgewählte Standpunkte von Regierung, den Parteien sowie von Vermittlerverbänden, Honorarbefürwortern und der Presse zum Thema Vergütungsmodelle. Und, ganz aktuell zeigt eine Umfrage, ob und welche Bereitschaft überhaupt beim Kunden besteht Beratungsleistungen zu honorieren.

Der 1. Teil unserer Serie zum Thema “Honorar oder Provision – das ist hier die Frage!” präsentierte Ihnen einen Überblick über die derzeitige Situation in Deutschland. Dabei wurden auch Gründe genannt, warum die Honorarberatung hierzulande stärker in der öffentlichen Debatte steht als je zuvor. Zusätzlich erhalten Sie hier Informationen zu bereits beschlossenen Maßnahmen des Gesetzgebers in diesem Bereich.

Der 2. Teil beschäftigte sich mit der europäischen Situation und möglichen Auswirkungen auf Regulierungsmaßnahmen in Deutschland. Dazu wurde ein Blick auf andere EU-Staaten geworfen und geplante EU-weite Vorgaben beleuchtet, die möglicherweise analog der EU-Vermittlerrichtlinie auch in deutsches Recht umgesetzt werden könnten.

 

— TEIL 3 —

Wie sieht es bei den Kunden aus – sind diese überhaupt bereit, aufwändige Beratungsleistungen angemessen zu honorieren?
Eine aktuelle Umfrage zeigt, Kunden sind kaum bereit für neutrale Beratungsleistungen zu zahlen. Und diese Bereitschaft sinkt, je höher ein mögliches Honorar beziffert wird. Ein Fakt, der in der politischen und fachlichen Diskussion des Themas noch weitgehend außen vor bleibt.
> Die Ergebnisse der Studie im Überblick

 
Wie sehen die Positionen der Honorarberater und der Vermittler(verbände) aus?
Über die aktuelle Diskussion und zahlreiche andere Aspekte zum Thema Honorarberatung informiert Ulf Niklas, Sprecher der BundesInitiative der Honorarberater, in einem Interview mit dem Anlegermagazin Das Investment.com.
> Zum Interview

Michael H. Heinz, Präsident des Bundesverbandes Deutscher Versicherungskaufleute (BVK), der die Interessen von rund 40.000 Versicherungsvermittlern (Einfirmenvertreter, Mehrfachagenten und Makler) vertritt, verdeutlicht seine Sorgen mit den neuen Regelungen im Interview mit dem manager-magazin.
> Zum Interview

Peter Wesselhoeft, Präsident des Verbands Deutscher Versicherungsmakler, geht in einem Kommentar für die Financial Times Deutschland detailliert auf zukünftige Szenarien ein und verweist auf ein jahrzehntelang bewährtes Modell: den Versicherungsmakler.
> Versicherungskolumne


Wie sehen die Positionen von Regierung und Parteien hierzulande aus?

Das Verbraucherschutzministerium hat erst kürzlich ein Eckpunktepapier der Regierung zum Berufsbild des Honorarberaters vorgestellt.
> Eckpunktepapier der Regierung

Auch die SPD-Bundestagsfraktion begrüßt ausdrücklich das Berufsbild des unabhängigen Honorarberaters und die damit verbundene Stärkung des Verbraucherschutzes.
> SPD-Antrag “Verbraucherschutz stärken – Honorarberatung etablieren” (PDF)

Die Partei Bündnis 90 / DIE GRÜNEN wünscht sich rechtlich ganz verbindliche Regelungen zum Berufsbild des Honorarberaters.
> Verbraucherschutz und Honorarberatung

Den FDP-Standpunkt zum Thema verdeutlicht eine Rede des Verbraucherschutzpolitikers Dr. Erik Schweickert im Bundestag vom 19.01.2012.
> Video-Aufzeichnung der Rede

 

Wie geht die Fachpresse mit diesem Thema um?
Kritisch berichten verschiedene Medien über die oft sehr einseitig dargestellte “Provisionsgier” von Versicherungsvermittlern. Ein markantes Beispiel
> Zum Artikel


Werden neue Regelungen zu einer Wettbewerbsverzerrung zwischen den Vergütungsformen führen?

Grundsätzlich gehen sowohl die Aufsichtsbehörden wie auch (noch) das Verbraucherschutzministerium davon aus, dass zwischen Honorarberatung und Provisionsvermittlung eine Wettbewerbsgleichheit bestehen soll. Jeder Verbraucher solle sich selbst orientieren und entscheiden können, zu wem er geht – und das soll für den Kreditbereich, den Versicherungs- und Anlagebereich gelten. Und wenn der Kunde sich für einen Honorarberater entscheidet, soll klar sein, wer und was dahinter steckt. Deshalb soll dieses Vermittlerbild durch einen Bezeichnungsschutz deutlich an Kontur gewinnen.

 
Welche Interessengemeinschatten, Pools oder andere Träger bieten weitere Informationen?

HonorarKonzept GmbH
Das Unternehmen legt Versicherungsmaklern die Honorarberatung als Alternative zum provisionsbasierten Versicherungsvertrieb nahe. Auch, weil dadurch die Vergütung des Maklers nicht mehr an den Abschluss einer Versicherung gebunden ist und somit eine vornehmlich verkaufsorientierte Beratung der Vergangenheit angehören sollte. Diese Umorientierung kann auch schrittweise erfolgen. Makler werden dabei kompetent unterstützt und können zusätzlich durch Wegfall der Stornohaftung und Reduzierung der Vermittlerhaftung profitieren.
> Detaillierte Infos

BundesInitiative der Honorarberater
Ein Zusammenschluss von Maklern und Vermittlern, der als bundesweite Interessenvertretung für die Etablierung der Honorarberatung in Deutschland eintritt.
> Detaillierte Infos

Policenwerk
Über Policenwerk kann der Makler frei wählen, ob er im Segment Unfall-, Privathaftpflicht- und Hausratversicherung auf Courtage- oder Honorarbasis tätig ist. Die Höhe der Courtagen kann er ebenso wie die Höhe des Honorars frei festlegen. Auch Kombinationen sind denkbar.
> Detaillierte Infos

 

Wir hoffen, mit dieser 3teiligen Serie etwas mehr Transparenz für Sie in eine anhaltende Debatte gebracht zu haben. Selbstverständlich interessiert uns Ihre Meinung und Ihre Erfahrungen zu diesem aktuellen Thema. Bitte nutzen Sie dafür gerne unsere Kommentarfunktion.

Autor: Anke Seeger, WebOffice Redaktion

Kategorien:
Alle Themen, Blog-Posting, Markt & Branche, Sortiert nach Kategorien, Verkauf & Marketing

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1 Kommentar zu „Teil 3 der Serie “Honorar oder Provision – das ist hier die Frage?!”“

  1. Werner Kerscher schreibt:

    Hallo Frau Seeger,
    allein schon die Diskussion darüber, ob auf Honorarberatung umgestellt werden soll, ist unglaublich schädlich für uns. Kein Mensch zahlt freiwillig für etwas, was er woanders umsonst bekommt. An Honorare für Beratung ist nicht zu denken. Auch wenn das für manche Fantasten verlockend erscheint, nicht mehr von Haftungszeiten für die Courtage abhängig zu sein. Honorare statt Courtagen in der jetzigen Höhe sind unvorstellbar. Schon wenn im Angebot nur annähernd die Abschlusskosten für den Vertrag sichtbar sind, lehnt selbst der gutsituierte Interessent ab. Es würde ein Kampf auf Biegen und Brechen entstehen. Kein Kunde läßt sich im voraus auf eine ungewisse Kostenregelung nach Stundenhonorar ein, weil er auch nicht weiß, was er wirklich bekommt. Dampfplauderer gibt es schließlich in unseren Reihen genug. Anschließend Rechnungen schreiben, lange auf das Honorar warten, vielleicht umsonst warten, Inkassobetriebe einschalten, Kunden endgültig verlieren. Was soll da noch kommen? Politiker sollten sich endgültig aus den Geschäften heraushalten.Sich selber die Taschen füllen und uns überall hineinreden. Wenn es so weitergeht, wird bald niemand mehr trauen, irgendeinen Vertrag zu schließen. Wir haben jetzt schon die Nase gründlich voll. Woran die Politiker denken, ist, wie kann man auf alles noch mehr Steuern kassieren. Nur wo nichts mehr geht, gibt es auch keine Steuern. W.Kerscher

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